An diesem Tag hielten Gudrun und ich unsere erste gemeinsame Stunde. Wir hattten das Thema "Obst und Gemüse" vorzubereiten, was uns relativ leicht fiel.
Wir fingen damit an, dass wir uns erstmals bei unseren Schülern vorstellten, da sie noch nichts Genaueres von uns wussten.
Der Einstieg zum Thema war die Geschichte der kleinen Raupe Nimmersatt in einer etwas abgeänderten Form.
Danach hatten wir in einer Schüssel verschiedene Obst und Gemüsesorten, die die Kinder erkennen, benennen und richtig in den Obstkorb oder die Gemüsekiste legen sollten.
Zur Ergebnissicherung hatten wir ein Arbeitsblatt von unseren Ausbildungslehrerinnen zur Verfügung gestellt bekommen, das wir jedoch etwas geändert hatten.
Im Großen und Ganzen war ich mit meiner Leistung zufrieden, allerdings finde ich die Kritik, dass ich mich um einiges weniger in den Unterricht eingebracht habe als Gudrun, sehr gerechtfertigt. Beim Schreiben des Stundenbildes hatte ich allerdings das Problem, das ich nicht wusste, wie ich die Aufgaben gerecht verteilen sollte. Ein weiteres Problem meinerseits war auch noch die Beistrichsetztung im Stundenbild, wobei ich zugeben muss, dass ich darauf beim Schreiben keine Rücksicht genommen habe. Dies werde ich aber schleunigst ändern und mich beim nächstn Mal mehr darauf konzentrieren.
Beim Erklären des Arbeitsblattes fiel mir nicht auf, das ich den Obstkorb und die Gemüsekiste zu wenig hervorhob, dadurch hatten auch viele Kinder Probleme damit, das Arbeitsblatt ohne Hilfe zu erledigen.
Auf einer Skala von 1-10 würde ich meine Leistungen mit einer 6 beurteilen, da ich denke, dass gerade die erste Stunde für mich noch zu der Eingewöhnungsphase gehörte. Nach ungefähr 3 Monaten Pause ist die erste Stunde nach den Ferien wieder sehr ungewohnt und man muss sich auch einmal an die Klasse gewöhnen, wobei ich aber sagen muss, dass die Kinder in dieser Klasse besonders brav sind und das obwohl sie die Schule noch nicht lange besuchen. Es gefiel mir auch sehr, dass alle Kinder so fleißig mitarbeiteten.
Es war toll zu beobachten, dass es den Kindern gefiel, was Gudrun und ich uns für sie überlegt hatten.
Weiters war es angenehm, dass die Schüler/innen ganz positiv auf uns reagierten und uns bei unserer Arbeit so toll unterstützten. Für mich war es auf jeden Fall hilfreich, dass uns die Kinder mit offenen Armen empfingen, da ich deswegen nicht mehr so nervös war.
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